Saarbrücker Zeitung:

Regionalteil Merzig-Wadern

 

 

 

Wahlen-Niederlosheim. Seit dem Zusammenschluss der Clubs spielt Martin Kreis für den SV Wahlen-Niederlosheim. Und das musste auch so kommen. Von Roland Quinten

+Manche Dinge werden einem einfach in die Wiege gelegt. So auch bei Martin Kreis. Seit sich die Fußball-Vereine aus Wahlen und Niederlosheim zum SV Wahlen-Niederlosheim zusammengeschlossen haben, ist der 29-Jährige für den Club am Ball. Und irgendwie konnte das auch gar nicht anders kommen. Denn Martins Vater Michael führte die DJK Niederlosheim viele Jahre als Vorsitzender und ist auch heute im Vorstand des SV. Und Martins Opa, Ernst Brößner, arbeitete ebenfalls im DJK-Vorstand mit und ist heute – mit 84 Jahren – noch als Kassierer beim SV Wahlen in Amt und Würden. „Die Beiden sind bei jedem Spiel dabei. Von daher war ein Vereins-Wechsel für mich ausgeschlossen“ , erzählt Kreis – und ergänzt lachend. „Das war aber auch recht einfach, da nie Anfragen kamen.“ Was verwundert, schließlich ist Kreis beim SV seit langem Stammspieler und Leistungsträger. Zusammen fanden die beiden Clubs 2009, damals wurde eine Spielgemeinschaft gegründet. Nach sechs Jahren verschmolzen beide Clubs dann 2015 zum SV Wahlen-Niederlosheim. „Im selben Jahr schloss sich auch die FSG Blau-Weiß DJK Niederlosheim dem SV an. Das war die bis dahin selbstständige Frauen-Abteilung der Niederlosheimer“ , erläutert Rainer Palz, der SV-Vorsitzende, die Entstehungsgeschichte des Vereins, der seit der Saison 2015/16 in der Verbandsliga spielt. Kreis erinnert sich an seine Anfänge als Aktiver: „Ich spielte in der A 2-Jugend und war vom Leistungs-Fußball ziemlich weit weg. Wir hatten damals mit Martin Portz und Rainer Kasper zwei Trainer, die uns Spaß am Spiel gaben und den Leistungsgedanken nicht an erste Stelle setzten. Erst später habe ich mich entschieden, anzugreifen und in der ersten Mannschaft zu spielen.“ Dass es mit dem sportlichen Aufstieg bei Kreis dann klappte, war nicht vorgezeichnet. Denn von 2009 bis 2015 studierte er in Saarbrücken und fehlte daher häufig beim Training. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er im pfälzischen Edenkoben. „Auch da konnte ich so gut wie nie trainieren, habe mich aber durch Besuche im Fitness-Studio, Sprint-Übungen und längeres Joggen fit gemacht. Von daher wurde ich sonntags auch immer berücksichtigt.“ Seit 2019 arbeitet er als Ingenieur bei der Firma Fresenius in St. Wendel. Damit ist jetzt ein regelmäßiges Training möglich. Fußball-Verbandsliga Ein Punktgewinn, der keinem wirklich hilft Nachdem sein Entschluss gereift war, es richtig zu probieren, begann mit ihm und den Trainern Stefan Kirbs und Nico Portz der Aufstieg des Vereins. „Wir stiegen von der A-Klasse in die Bezirksliga und dann in die Landes- und Verbandsliga auf. Die Relegations-Spiele vor sehr vielen Zuschauern waren das Highlight in meinen bisherigen Fußball-Leben“ , berichtet Kreis. Doch derzeit hängt der SV ein wenig durch. Platz 14 nach der letzten Corona-Saison und auch jetzt in der zweiten Pandemie-Pause hat man nach neun Spielen erst fünf Punkte ergattert. „Es ist für mich eine Sache der Einstellung. Nur wenn man richtig trainiert und mit dem totalen Willen in die Spiele geht, hat man Erfolg. Die Einstellung hat mir zuletzt etwas gefehlt“ , kritisiert Kreis, der zusammen mit Nicolas Schmitt – ebenfalls ein Mann der ersten Stunde beim SV – die Mannschaft als Kapitän auf den Platz führt. „Ich bin auf dem Feld eher der ruhige Typ, doch wenn ich mal was sage, dann wird auch zugehört“ , sagt Kreis, der trotz der geäußerten Kritik Wert darauf legt, dass in Wahlen immer eine gute Kameradschaft und Zusammenhalt herrschen.

   
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